Who made my clothes?

Who made my clothes? Wer hat meine Kleider gemacht? Um diese Frage geht es bei der Fashion Revolution Week, die diese Woche stattfindet. Eine weltweite Bewegung, die auf die Ausbeutung in der Textilbranche hinweisen und die Gegenbewegung SLOW FASHION fördern will. Fast Fashion bedeutet schnelle, günstige und immer wechselnde Kollektionen! Dies geht unter anderem auf Kosten der Arbeiter:innen in der Branche.

Schnell & günstig, wieso nicht?

Gerade letzte Woche haben wir im Team unsere neue Kollektion besprochen und die Preise definiert. Immer wieder stehen wir vor der Frage: Wie viel darf unser Produkt kosten?

Ist es zu teuer? Kaufen es unsere Kunden? Die Verlockung, die Rohstoffe und die Arbeitskräfte billig einzukaufen um die Preise zu senken, ist gross. Aber wir wissen, dass es sich langfristig nicht lohnt. Irgend jemand in der Wertschöpfungskette bezahlt den Preis, sei es die Arbeiter:in, die keinen fairen Lohn bekommt, oder die Umwelt, die kaputt geht wegen der ganzen Überproduktion und Verschmutzung wir selber, weil die Qualität der Produkte so minderwertig geworden ist, dass wir ein Kleidungsstück höchstens noch eine Saison lang tragen können, bevor es Löcher hat, die Naht aufgeht oder die Form verliert.

Wir sagen Nein, und sind deswegen auch Teil von Fashion Revolution. Wir wollen, dass alle Arbeiter:innen in der textilen Kette einen fairen Lohn erhalten. Wir bemühen uns darum, dass unsere Produkte sozialverträglich hergestellt werden. Wir wollen, dass sich die Überproduktion und die Verschmutzung in den Grenzen hält, die die Natur noch zu regulieren vermag und wir wollen qualitativ hochwertige Kleider, die wir, wie früher möglich, evtl. noch unseren Kindern vererben können.

Dies erreichen wir durch die Kontrolle in unserer Lieferkette. Harte Arbeit, denn dies zu kontrollieren ist sehr komplex und wird schwieriger, je weiter wir zurück in den Prozessen gehen. Oft orientieren wir uns an verschiedenen Zertifizierungen. Doch wir wissen, es bleiben immer noch viele Prozesse im Dunkeln, wie beispielsweise Arbeiter:innen in der Logistik oder beim Rohstoffanbau. Wir bleiben da aber dran und hoffen, dass es bald möglich sein wird komplett alle Prozesse voll transparent zu beleuchten.
 
Wo wir direkt Einfluss haben, üben wir den aber aus. Gerade vor einigen Wochen waren wir in Bulgarien und haben unsere neuen Produkte vor Ort besprochen. Wir freuen uns, dass unsere Partnerproduktion in Bulgarien faire Löhne bezahlt und gut gelaunte, langfristige Mitarbeiterinnen hat. Es arbeiten rund 15 Näherinnen vor Ort, welche teils seit 26 Jahren bereits in diesem Unternehmen arbeiten, und wir erleben immer wieder eine familiäre Atmosphäre vor Ort.

Fashion Revolution Week

Diese Woche könnt ihr nun an diversen Onlineevents der Fashion Revolution Week teilnehmen: www.fashionrevolution.ch.

Ebenfalls findet in Luzern ein Fashion Trail statt, wo ihr in diversen Läden nachhaltige Labels einkaufen könnt. Uns findet ihr ebenfalls in Luzern, denn wir sind bis Ende Juni im Pop Up Store von LU Couture in der Hertensteinstrasse 27. Lasst euch in Ruhe beraten und schaut auch beim Outlet im unteren Stock rein. Und natürlich lohnt es sich auch, einen Blick auf die einzigartigen Schmuckstücke von LU Couture zu werfen.